Vorderkammerlinsen – Eine Alternative zum Lasern
Die Vorderkammerlinse ist noch relativ neu auf dem Markt und wird als Alternative zur Brille oder von herkömmlichen Kontaktlinsen genutzt. Es handelt sich hierbei um eine zusätzliche Kunstlinse, die in das Auge transplantiert wird. Sie wird besonders bei mäßiger bis hoher Kurzsichtigkeit (-6 bis -16,5 dpt) eingesetzt, gerade wenn eine Lasik Laserbehandlung bei einem Patienten nicht möglich ist. Die Anbieter versprechen dem Patienten einen ähnlichen Erfolg, wie er bei einer Laserbehandlung eintreten würde.
Die Linse besteht aus einem sehr weichen und extrem biegsamen Material, welches speziell für den Einsatz am Auge entwickelt wurde. Dadurch ist es möglich, den Schnitt am Auge, der eine Einführung der Linse während des Eingriffs ermöglicht, relativ klein zu halten. Bei der Operation wird die Linse zusammengefaltet und durch einen winzigen Zugang am Rand der Hornhaut eingeführt. Positioniert wird die Linse letztlich zwischen Iris und Hornhaut.
Ein großer Vorteil der Vorderkammerlinse ist, dass sie jederzeit leicht zu entfernen oder auszutauschen ist. Allerdings handelt es sich um eine Operation, die dazu veranlassen sollte, im Vorfeld die Risiken genau zu betrachten und abzuwegen. Außerdem kann mit einer Kostenübernahme von Seiten der gesetzlichen oder privaten Krankenkassen bei diesem Eingriff nicht gerechnet werden. Deshalb kommen auch nicht unerhebliche Kosten auf den Patienten zu. Manche Anbieter geben hier aber die Möglichkeit einer Finanzierung.
